5 Tipps, um gute SEO-Texte zu schreiben

5 Tipps, um gute SEO-Texte zu schreiben

von | Aug 18, 2022 | SEO, Website-Tipps

„Content is King!“ Das gilt als oberste Priorität, wenn es darum geht, gute SEO-Texte zu schreiben.

Interessante Inhalte, die gerne konsumiert werden, sind dabei das A & O. Dein Text kann SEO-technisch noch so gut aufbereitet sein. Wenn ihn niemand liest, werden auch Google & Co. ihm keine Aufmerksamkeit schenken.

SEO-Texte sollten also in erster Linie für den Leser, die Zielgruppe, geschrieben werden und nicht für die Suchmaschinen.

Ganz davon abgesehen, kannst du mit den folgenden 5 Tipps deine Website-Texte SEO-technisch auf Vordermann bringen:

1. Tipp: Schreibe aktuelle und hochwertige Inhalte in deinen SEO-Texten

Die Qualität deiner Website-Texte trägt erheblich zur User Experience bei. Also zu dem Erlebnis, das der Besucher hat, wenn er auf deiner Website unterwegs ist. Wenn du interessanten Content bietest, ist der Besucher gerne auf deiner Website unterwegs.

Je hochwertiger, aktueller und informativer die Inhalte deiner Website-Texte sind, desto mehr holst du den Leser ab und desto länger hält er sich auf deiner Website auf. Die Verweildauer auf Websites lassen Google und Co. in die Bewertung einer Website mit einfließen.

Was sind aktuelle Inhalte?

Die Frage nach der Aktualität der Inhalte lässt sich schnell beantworten: Es sollten keine veralteten, nicht mehr gültigen Texte und Informationen auf deiner Website zu finden sein. Der Content sollte also regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.

Ein Blog bietet übrigens eine tolle Möglichkeit, deine Website regelmäßig mit SEO-Texten voller Mehrwert zu versorgen und immer wieder aktuelle Inhalte auf deiner Website zu veröffentlichen. 

Was sind hochwertige Inhalte?

Inhaltlich

Die Frage nach hochwertigem Inhalt  ist gar nicht so leicht und schon gar nicht pauschal zu beantworten. 

Man liest immer, dass ein hochwertiger Text dem Leser einen echten Mehrwert bietet. Aber was genau bedeutet Mehrwert? Das lässt sich nicht verallgemeinern und hängt davon ab, wer der Leser deiner Texte, also dein Zielkunde ist.

Versetze dich deshalb beim Schreiben in deine Zielgruppe und frage dich zum Beispiel: 

  • Welche Information ist relevant für deine Wunschkunden? 
  • Was erwarten sie auf deiner Seite? 
  • Was möchten sie über dich wissen? 
  • Was möchten sie über dein Angebot wissen? 
  • Welche Fragen haben sie zu deinem Thema/zu deinem Angebot/zu dir? 
  • Wofür suchen sie Lösungen? Welche Herausforderungen haben sie?

Aus den Antworten auf diese Fragen kannst du ableiten, welche Inhalte für deine Leser interessant und wertvoll sind.

Lösungen für spezifische Probleme lassen sich super in Blogartikeln abhandeln. Neben der Möglichkeit, deine Website stetig aktuell zu halten, ist dies schon das zweite Argument für einen Blog 🙂

Formal

Deine SEO-Texte sollten logisch aufgebaut sein und keine Rechtschreibfehler enthalten. Viele Rechtschreibfehler geben deinem Text einen unprofessionellen Anstrich. Außerdem kann man nicht davon ausgehen, dass Google für jedes Wort alle Varianten von Tippfehlern parat hat und erkennt, welches Wort eigentlich gemeint ist.

Vom Wording her sollten die Texte an deine Zielgruppe angepasst und für sie verständlich sein. Wenn du z.B. technische Inhalte an Menschen aus einem nicht-technischen Bereich vermittelst, solltest du keine Fachbegriffe verwenden oder sie zumindest erklären.

Stilistisch sollten SEO-Texte eher leicht geschrieben sein. Dazu gehört:

  • Komplizierten Satzbau vermeiden. Keine Schachtelsätze
  • Verben statt Substantivierung verwenden
  • Hauptsächlich im Aktiv statt im Passiv schreiben

Einen Anhaltspunkt, wie leicht ein Text lesbar ist, kann der Flesch-Index geben. Auf dieser Seite kannst du ihn für deine Texte berechnen lassen. Je höher der Wert, desto leichter sind die Texte zu verstehen. Im Allgemeinen sollte er nicht weniger als 60 betragen. 

Der Flesch-Index gibt übrigens keine Auskunft über die inhaltliche Verständlichkeit und die Logik des Textes. Es geht hier rein um den Stil. 

2. Tipp: Strukturiere deine Website-Texte

Die Struktur der Texte ist in zweierlei Hinsicht relevant für die Suchmaschinenoptimierung. Zum einen sind gut strukturierte Texte optisch ansprechender und einfacher zu lesen. Somit tragen sie wieder positiv zum Erlebnis auf deiner Website bei. 

Zum anderen verstehen Google und anderen Suchmaschinen Texte besser, wenn sie durch (Zwischen-)Überschriften hierarchisch gegliedert sind.

Optische Strukturierung

Um deine SEO-Texte auf den ersten Blick für den User angenehmen zu gestalten, solltest du die Inhalte nicht in riesige Textblöcke verpacken. Sie erschlagen die Besucher nur und sie verlieren direkt die Lust, weiterzulesen. 

Bedenke auch immer, dass es für das Auge schwieriger ist, einen Text auf dem Bildschirm als auf dem Papier zu lesen, insbesondere auf mobilen Endgeräten.

So kannst du deine Texte optisch strukturieren:

  • Kleine Absätze, max. 5-6 Zeilen pro Absatz
  • Eine moderne, gut leserliche Schriftart verwenden 
  • Ausreichend große Schriftgröße wählen (mindestens 16 px, je nach Schriftschnitt kann das auch mehr sein)
  • eine Farbe für die Schrift verwenden, die ausreichend Kontrast zum Hintergrund hat
  • Gliederung und Abwechslung schaffen durch 
  • Zwischenüberschriften
  • Bilder
  • Zitate
  • Hervorhebungen
  • Aufzählungen mit Bullet Points 
  • Weißraum (genügend Abstand zwischen verschiedenen Elementen)
  • Besonderes wichtige Passagen oder Satzteile fett markieren. Viele lesen nicht Wort für Wort, sondern scannen. Mit Hervorhebungen lenkst du die Aufmerksamkeit des Lesers dorthin, wo du sie haben möchtest.

Strukturierung durch Überschriften

In Website-Texten werden Überschriften mit Tags extra gekennzeichnet. Die Hauptüberschrift dieses Artikels sieht z.B. so aus: <h1>5 Tipps, um gute Website-Texte zu schreiben</h1>.

Diese Struktur kann von Suchmaschinen gelesen werden und ist deshalb ein absolutes Muss, wenn du SEO-Texte schreibst. Sie hilft Google & Co. zu verstehen, was das Thema des Textes ist.

Gehe dabei wie folgt vor:

  • erste Überschrift der Seite als H1 kennzeichnen (=Hauptüberschrift)
  • nur eine H1-Überschrift pro Seite
  • die folgenden Überschriften in der richtigen Reihenfolge kennzeichnen: H2 für die 2. Ebene, H3 für die 3. Ebene usw.
  • alle Überschriften ab H2 können (und sollten) mehrmals vorkommen
  • Überschriften ab H3 können, müssen aber nicht unbedingt vorkommen

Die Überschriften-Struktur dieses Artikels ist zum Beispiel:

Überschriften-Hierarchie beim SEO-Texte schreiben

3. Tipp: Verwende Keywords richtig

Keywords sind kein direkter Ranking-Faktor, aber ein wichtiger Bestandteil, wenn man SEO-Texte schreibt. Sie geben den Suchmaschinen zu verstehen, worum es in einem Text geht und machen es dadurch überhaupt erst möglich, für ein bestimmtes Thema zu ranken. 

Vermeide unbedingt Keyword-Stuffing! Stopfe deine Texte nicht mit Keywords voll. Google erkennt das und straft es ab. Denke immer daran, dass du die Texte in erster Linie für deine Leser schreibst. Füge Keywords also an den Stellen ein, wo sie natürlich hinpassen und nicht den Lesefluss stören. 

Mehr zum Thema Keywords, wie du sie findest und auswählst, gibt es in einem der nächsten Blogartikel 🙂

Wo platziert man Keywords?

Pro Unterseite deiner Website solltest du ein Hauptkeyword und mehrere Nebenkeywords (ca. 3-5) wählen. Die Keywords platzierst du innerhalb des Textes, aber auch an anderen Stellen deiner Website:

Das Haupt-Keyword packst du nach Möglichkeit in 

  • die URL
  • die H1-Überschrift
  • mindestens eine H2-Überschrift
  • die Meta-Daten des ersten Bildes auf der Seite (Dateiname & Alt-Text)
  • den Fließtext (mehrmals und insbesondere gleich in den ersten Sätzen)

Neben-Keywords (häufig Synonyme für das Haupt-Keyword), platzierst du in

  • die Zwischenüberschriften
  • die Meta-Daten weiterer Bilder der Seite
  • den Fließtext

4. Tipp: Füge interne und externe Links ein

SEO-Texte sollten auch interne und externe Links enthalten. 

Platziere mindesten einen internen Link pro Seite und mehrere Links (ca. 1-3 oder ggf. mehr) auf externe Seiten. Achte auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen internen und externen Links.

Formal solltest du Links in den Fließtext als sog. Anchor Text einbauen. Das heißt, du benennst den Link mit einem (oder mehreren) aussagekräftigem Wort statt mit “hier” oder statt die blanke URL einzufügen.

Interne Links

Interne Links sind Links, die auf Seiten innerhalb derselben Domain, also innerhalb deiner Website verweisen. Sie tragen dazu bei, dass User und Suchmaschinen andere Inhalte auf deiner Seite leichter finden. 

Externe Links

Externe Links sind Links, die auf Seiten anderer Domains verweisen. Hierbei solltest du darauf achten, dass du nur auf seriöse, vertrauenswürdige und qualitativ hochwertige Websites verlinkst. Thematisch sollten sie zu deinem Content passen.

Hast du Bedenken, externe Links in deine Texte einzufügen aus Angst hast, dass deine Website-Besucher auf die andere Seite abwandern könnten? 

Stelle auf jeden Fall ein, dass die Links sich in einem neuen Fenster öffnen. So bleibt deine Seite im Hintergrund geöffnet und ist nicht weg. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher zurück auf deine Seite kommt, ist hoch.

Externe Links tragen zur User Experience bei. Sie schaffen einen Mehrwert, indem sie auf interessante, weiterführende Informationen verweisen. Er muss so nicht selber danach suchen. Google erkennt die Verlinkung von guten Inhalten und bewertet deine Seite dadurch ebenfalls als hochwertig. 

Deshalb solltest du für deine externe Linkstruktur beachten, dass die Links tatsächlich auf zum jeweiligen Thema passende Seiten und Inhalte verweisen und diese eine hohe Qualität haben.

5. Tipp: Vermeide Duplicate Content

Achte unbedingt darauf, dass du keinen Duplicate Content auf deiner Seite hast. Darunter versteht man Inhalte, die sich wortwörtlich wiederholen. Dies gilt sowohl für Content innerhalb deiner eigenen Seite als auch für Content auf anderen Seiten. 

Duplicate Content auf der eigenen Seite lässt sich meisten nicht komplett vermeiden. Dieser wird von Google und anderen Suchmaschinen zwar nicht negativ bewertet. Aber es kann zu Problemen bei der Indexierung der Seiten führen.

Unbedingt vermeiden solltest wortwörtlich gleiche Inhalte wie auf anderen Seiten. Denn das wird von Google abgestraft. Du solltest also beispielsweise einen Blogartikel, den du als Gastbeitrag für einen anderen Blog geschrieben hast, nicht auch auf deinem eigenen Blog veröffentlichen. 

Dass man Texte von anderen Seiten nicht kopiert und auf seiner eigenen Website veröffentlicht, versteht sich von selbst. 

Zusatz-Tipp: Nicht zu verkrampft an die Sache herangehen

Man sollte nicht verkrampft versuchen, immer alles genauesten umzusetzen, wie gewisse SEO-Richtlinien es empfehlen. Nicht alle Tipps und Anweisungen lassen sich in jedem SEO-Text immer gleich gut realisieren. Wichtig ist, wie eingangs erwähnt, dass du für deine Leser schreibst und interessante Inhalte lieferst.

Die SEO-Aufbereitung des Textes ist „nur“ die Kirsche auf der Sahnehaube 😉

Wenn du Beratung oder Unterstützung für deine SEO-Texte brauchst, dann melde dich gerne bei mir. In einem Kennenlerntermin können wir besprechen, inwiefern ich dich unterstützen kann.

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Artikel! Ich versuche so nach und nach besser zu werden mit SEO meiner Texte. Zumindestens bei Anleitungen und Co.
    Endlich habe ich das mit den Überschriften gecheckt 😂 Besser spät als nie!
    Viele Grüße aus Kopenhagen
    Kristina

    Antworten
    • Danke schön! Es freut mich, dass dir der Artikel weiterhilft und den ein oder anderen Aha-Moment beschert hat ☺️

      Antworten

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