Bloggen Titelbild

Bloggen: 3 gute Gründe, warum auch du damit starten solltest

von | Dez 10, 2022 | Bloggen, Selbstständigkeit, SEO, Website-Tipps

Vor etwa 8 Monaten habe ich mit dem Bloggen begonnen. Und ich muss sagen, es war eine der besten Entscheidungen, die ich in diesem Jahr für mein Business getroffen habe. 

Meine Motivation, meinen Business-Blog zu starten, hatte zwei Gründe: 

  1. Mir fiel es schwer, regelmäßig kleinteiligen Content für Instagram und Co. zu produzieren und ich suchte nach einer anderen Content-Form, die mir mehr liegt und aus der ich Content für Social Media ableiten konnte
  1. Ich wusste, wenn ich jemals mit meiner Website in Google auftauchen möchte, geht das nur über guten Content auf meiner Website. Und den kann man am besten in einem Blog präsentieren. 

Wie gut das mit dem Bloggen für mich funktioniert und wie viele weitere Vorteile ein Blog hat, wurde mir erst nach und nach bewusst. 

Da ich selber so viel Freude am Bloggen gefunden habe, möchte ich hier eine Lanze dafür brechen und meine 3 top Gründe teilen, warum es absolut Sinn macht, mit dem Bloggen zu starten. 

1. Bloggen und Content Recycling – effiziente Content Creation

Meine Hauptmotivation, mit dem Bloggen zu beginnen, war, dass mir das Content-Geschreibe für Instagram ziemlich auf den Keks ging. Jede Woche mindestens 2-3 Posts soll man raushauen, sagen die Experten. Ich schreibe unheimlich gerne, aber diese kleinteilige Content-Produktion raubte mir wirklich den letzten Nerv. 

Rückblickend weiß ich, dass ich für mich falsch an die Sache rangegangen bin. Für jeden Post suchte ich nach einem neuen Thema und musste mich somit immer wieder neu in unterschiedliche Themen hineindenken. Gleichzeitig hatte nur 2.200 Zeichen, um alles zu sagen, was ich sagen wollte. Am Ende standen da dann Posts, mit denen ich meistens unzufrieden war, weil sie 

  • einerseits so lang waren. Ich selber fühle mich erschlagen von langen Posts auf Instagram und fange dann erst gar nicht an zu lesen
  • andererseits zu kurz waren, für das, was ich eigentlich alles teilen wollte. 

Eine andere Herangehensweise musste für mich her! 

Und da kam das Bloggen ins Spiel. Mein Plan war es, regelmäßig einen Blogartikel zu schreiben und zu veröffentlichen und davon ausgehend meinen Content für Social Media zu recyclen. Gesagt, getan!

So praktiziere ich Content Recycling ausgehend von meinem Blog ⬇️

Der Blog ist die Basis für meinen Content. 1-2 Mal pro Monat veröffentliche ich einen Blogartikel auf meiner Website. Ich überlege mir im Monat zuvor, über welche Themen ich im nächsten Monat bloggen möchte. Dann schreibe ich. 

Ja, auch Blogartikel zu schreiben, kostet viel Zeit. Aber mir persönlich fällt es sehr viel leichter, einen längeren, zusammenhängenden Text über ein Thema zu verfassen, als den kurzformatigen Content für Instagram. Ich schreibe einen Blogartikel viel schneller als 8-10 Instagram-Beiträge. So viele kann ich nämlich, je nach Länge des Textes aus jedem Blogartikel rausholen. 

Wenn mein Blogpost fertig ist, geht’s ans Recycling! Ich gliedere den Artikel in Themenabschnitte und ziehe daraus meine Posts. Hier und da muss ich noch einleitende Worte hinzufügen oder bestimmte Begriffe austauschen, damit der Zusammenhang klar wird. Mehr gibt es text-seitig aber nicht zu tun.  

Blog und Social Media gehen Hand in Hand

Warum die Content-Erstellung für Social Media ausgehend von einem Blog eine richtig smarte Strategie ist, liegt auch an der Langlebigkeit des Blogs bzw. der Kurzlebigkeit des Social Media Contents.

Wir stecken so viel Arbeit in unsere Instagram Posts, aber sichtbar sind sie gefühlt nur einen Wimpernschlag, bevor sie wieder in der Vergessenheit versinken.

Deine Blogartikel hingegen werden mit der Zeit immer wertvoller. Sie bleiben auf deiner Website und wachsen mit ihr mit. Je mehr Klicks und Leser du erhältst, desto mehr arbeiten sie für deine Sichtbarkeit – unabhängig von Social Media.

Investiere die Zeit also lieber in den Blogartikel statt in deinen Social Media Content.

Außerdem kannst du auch deinen Newsletter oder andere Content-Formate wie Podcasts wunderbar mit Inhalten aus deinem Blog speisen und ergänzen. 

Ist das nicht langweilig, wenn ich überall dieselben Inhalte veröffentliche?

Ja, wenn es Menschen gibt, die wirklich jeglichen Content von mir konsumieren, dann wahrscheinlich schon ein bisschen.

Aber ich bin mir sicher, dass nicht jeder jeden einzelnen meiner Blogartikel, Instagram-P und LinkedIn-Posts Wort für Wort liest. Wir erreichen mit unterschiedlichen Content-Formaten unterschiedliche Leute. Und wer doch auf etwas stößt, das ihm schon bekannt vorkommt, der geht halt darüber hinweg – oder liest es noch einmal 😉 

Bloggen war für mich der Gamechanger, was meine Content-Erstellung betrifft. 

2. Bloggen als Grundlage für SEO

Bloggen hat noch einen weiteren mega Vorteil: Nämlich für die Sichtbarkeit mit deiner Website. Wer sich ernsthaft mit Suchmaschinenoptimierung für seine Website auseinandersetzt, der wird an viel Text nicht drumrum kommen.

Hilfreichen Content bloggen

Für eine gute Suchmaschinenoptimierung deiner Website brauchst du aber nicht irgendwelchen Text, sondern Text mit richtig guten Inhalten. Und was bedeutet das aus SEO-Sicht? Guter Inhalt ist sogenannter “helpful content”, der nach Aussagen von Google immer wichtiger wird. Das heißt, dass du Content veröffentlichen solltest, der eine Hilfe bzw. eine Lösung für ein Problem bietet. 

Hierfür eignet sich ein Blog wunderbar! Du kennst die größten Herausforderungen deiner Kunden, die Fragen, die immer wieder auftauchen. Gib die Antworten darauf in deinem Blog – denn das ist “helpful content”.

Unterschiedliche Keywords

Mit einem Blog hast du die Möglichkeit für unterschiedliche Keywords zu ranken. Jeder Blogartikel ist technisch gesehen eine Unterseite für sich. Pro Seite sollte man ein einziges Hauptkeyword verwenden und diese Seite auf dieses Keyword hin optimieren. Es versteht sich von selbst, dass es viele Seiten braucht, wenn man für mehrere Keywords ranken möchte. 

Wenn du einen Blog startest und mit diesem auch SEO-Ziele verfolgst, kommst du an einer ausführlichen Keyword-Recherche nicht vorbei. Dabei findest du heraus, nach welchen Begriffen überhaupt gesucht wird und mit welchen du eine Chance hast zu ranken. Das sollte in den Content-Plan deines Blogs mit einfließen.

Im Laufe der Zeit wirst du viele, viele Blogartikel veröffentlichen, wobei jeder für sich auf ein anderes Keyword abgestimmt ist. So bekommst du eine Website, die für unterschiedliche Keywords ranken kann. 

Regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen 

Auch ein wichtiges SEO-Kriterium ist es, regelmäßig neue Inhalte auf deiner Website zu veröffentlichen. Wenn du bloggst, machst du das ganz automatisch. Google wertet eine Seite höher, wenn dort regelmäßig hochwertiger neuer Content erscheint und schickt somit auch häufiger seine Crawler vorbei. Die Wahrscheinlichkeit, schneller oder überhaupt in den Index aufgenommen zu werden, steigt dadurch. 

Linkbuilding

Interne und externe Verlinkungen sind ein ganz wichtiger Baustein für die Suchmaschinenoptimierung. Mit einem Blog kannst du einerseits das interne Linkbuilding deiner Website sinnvoll ausbauen. Andererseits hast du die Möglichkeit, verschiedene externe Websites zu verlinken. Dabei solltest du jedoch darauf achten, dass die verlinkten externen Websites vertrauenswürdig sind und weiterführende oder ähnliche Informationen zu deinem Thema bieten. Mehr zur internen und externen Verlinkung kannst du hier nachlesen. 

Jeder Blogartikel, den du schreibst und auf deiner Website veröffentlichst, kann natürlich auch von anderen Websites verlinkt werden. Solche Backlinks sind besonders wertvoll (wenn sie von seriösen Websites kommen), denn Google wertet sie als Hinweis, dass auf deiner Website hilfreiche Inhalte geteilt werden.

Verweildauer 

Google misst die Verweildauer auf einer Seite und lässt auch diese in die Bewertung mit einfließen. Wenn du interessante Blogartikel auf deiner Website veröffentlicht hast, die gerne gelesen werden, dann steigt automatisch auch die durchschnittliche Verweildauer auf deiner Website. 

Worauf du beim Schreiben von SEO-Blogartikeln achten solltest, kannst du in meinem Blogartikel “5 Tipps, um gute SEO-Texte zu schreiben” nachlesen.

3. Kundenbindung

Neben den Möglichkeiten, Content zu recyclen und eine Basis für SEO zu schaffen, hat ein Blog noch ein Ass im Ärmel. Mit den richtigen Inhalten kannst du damit zur Kundenbindung beitragen. 

Ich poste in meinem Blog zwei Artikel-Kategorien: 

  • fachbezogene Blogartikel, die den Expertenstatus zeigen
  • persönliche Blogartikel, die dich als Person zeigen und mehr Nähe zum Leser schaffen

Expertenstatus

Das Bloggen eignet sich wunderbar, um zu zeigen, dass du ein Experte auf deinem Gebiet bist. Veröffentliche hierzu Blogartikel, die sich um dein Business-Thema drehen: 

  • Schreibe über aktuelle Themen, Entwicklungen, Trends
  • Greife Fragen auf, die dir häufig von deiner Community gestellt werden und beantworte sie
  • Gib hilfreiche Tipps, die man nicht so leicht googeln kann
  • Teile deine Meinung oder Sichtweise zu (kontrovers) diskutierten Themen innerhalb deines Fachgebiets
  • Schreibe Anleitungen, Tutorials

Nähe zu (potentiellen) Kunden

Mit persönlichen Blogartikeln kannst du mehr von dir und deiner Persönlichkeit zeigen und so eine emotionale Verbindung und Nähe zu deinen Lesern aufbauen. Aber auch diese Blogposts sollten meiner Meinung nach in irgendeiner Art und Weise einen Bezug zu deinem Business haben. Hier ein paar Vorschläge, wovon sie handeln könnten: 

  • Schreibe über deinen Weg, deine Geschichte, wie du zu dem gekommen bist, was du heute machst
  • Erzähle über deine innere Motivation, warum du das tust, was du tust
  • Teile, was du mit deinem Business erreichen möchtest
  • Hast auch du mal Struggles in deinem Business? Verblogge es! 
  • Schreibe über deine Monats-, Quartals- oder Jahresziele 
  • …oder Monats-, Quartals- oder Jahresrückblicke
  • Zeige, wie dein Arbeitsalltag aussieht
  • usw. usw. 

Meiner Meinung nach sollte der Hauptbestandteil des Blogs aus fachbezogenen Blogartikeln bestehen. Die persönlichen Artikel lasse ich immer wieder mal einfließen, wenn es sich ergibt. 

Die persönlichen Blogartikel sind typischerweise keine SEO-Blogartikel, da sie ja nicht von deinem eigentlichen Business-Thema handeln, mit dem du ranken möchtest.  

Es ist immer der richtige Zeitpunkt, mit dem Bloggen zu starten

Ich bin ein Fan vom Bloggen und kann nur jedem dazu raten, auch damit zu beginnen. Ok, vielleicht nicht ausnahmslos jedem. Wenn Schreiben für dich eine regelrechte Qual und einfach nur ätzend ist, ist ein wohl nicht das richtige Content-Format für dich. In dem Fall könntest du es mit einem Vlog (Video-Blog) oder Podcast versuchen oder das Bloggen einfach auslagern an Menschen, die das gerne (und beruflich) machen. 

Für alle anderen, die ganz gerne mal zu Stift und Papier bzw. zu Tastatur und Text-Editor greifen, hat ein Blog viele Vorteile, darunter die folgenden: 

  • Du erstellst einmal Content, aus dem du Content für Social Media, Newsletter usw. recyclen kannst
  • Du schaffst eine Grundlage für die Suchmaschinenoptimierung
  • Du trägst zur Kundenbindung bei

Hast du jetzt auch Lust aufs Bloggen bekommen? Melde dich bei mir! Ich unterstütze dich gerne bei der technischen und oder strategischen Umsetzung.

Teile diesen Beitrag

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner