Das Jahr ist erst wenige Tage alt und schon wieder füllen sich die Feeds und Postfächer mit lautstarken SEO-Prophezeiungen und Strategien, ohne die dein Business 2026 (angeblich) nicht überleben kann.
SEO und Marketing entwickeln sich – nicht zuletzt durch die KI – gerade rasant schnell. Und ganz ehrlich: Selbst ich als Expertin habe Momente, in denen ich bei diesem Tempo kurz durchatmen muss 😅. Es ist also kein Wunder, wenn du dich manchmal überfordert fühlst oder unsicher bist, was wirklich zukunftsfähig ist und was nur ein Hype, mit dem jemand schnelles Geld machen will.
Genau deshalb schauen wir heute mal darauf, auf welchen Zug du 2026 NICHT aufspringen musst. Ich zeige dir 10 SEO-Hypes, die du getrost ignorieren kannst, damit du deine Energie nicht unnötig verpulverst und lieber in Strategien steckst, die auch übermorgen noch funktionieren.
1. GEO als teure „SEO-Revolution“: Alter Wein in neuen Schläuchen
Lass dir hier nichts aufschwatzen: GEO (Optimierung für KI-Suchmaschinen wie ChatGPT oder Perplexity) wird gerade von vielen als das „neue, bessere SEO“ verkauft. Wer dir die Optimierung für KI-Suchmaschinen als exklusives, teures Spezial-Paket anbietet, will meistens vor allem eins: schnell Kasse machen.
Die Wahrheit ist: GEO ist maximal eine Erweiterung von klassischem SEO und keine neue Disziplin mit irgendwelchen magischen Tricks oder geheimen Codes, die uns über Nacht bei KI-Suchen nach vorne katapultieren. Wenn du grundlegend sauberes SEO machst, also auf eine klare Struktur, hochwertige Inhalte, gute Technik und echte Expertise setzt, deckst du 90 % von GEO automatisch mit ab.
Mein Tipp: Spar dir das Geld für „spezielle“ KI-Optimierer. Investiere lieber in die Qualität deiner Inhalte und eine strategisch sinnvolle und saubere Website. Wer für Menschen relevant ist, wird 2026 auch von der KI gefunden. Punkt.
2. Masse statt Klasse: Warum du 2026 weniger schreiben darfst
KI macht es heute jedem möglich, Content in Sekundenschnelle und in Massen rauszuhauen. Das Ergebnis: Das Internet und die sozialen Netzwerke werden gerade mit halbgaren, generischen Inhalten geflutet.
Masse geht immer auf Kosten der Qualität. Suchmaschinen und vor allem deine potenziellen Kund:innen werden 2026 extrem sensibel für „Einheitsbrei“. Deshalb lautet mein dringender Rat an dich: Du darfst weniger schreiben. Produziere nur Content mit echtem Mehrwert für deine Zielgruppe.
Mein Tipp: Ein einziger, fundierter Text, in dem man deine echte Expertise, deine Meinung und deine Ecken und Kanten spürt, bringt dir auf lange Sicht mehr als zehn KI-Texte ohne Seele.
3. Vollautomatisierte SEO-Prozesse: Maschinen ersetzen das Denken nicht
Ein großer Trend 2026 sind Tools, die dir versprechen, dein SEO komplett auf Autopilot zu erledigen: Sie finden die Keywords, generieren die Texte und veröffentlichen sie direkt auf deiner Website. Das klingt nach der perfekten Zeitersparnis, oder?
Die Realität sieht leider anders aus. Wenn du deine SEO-Strategie komplett an eine Maschine abgibst, verlierst du das Wichtigste: deine Persönlichkeit. Vollautomatisierte Prozesse produzieren oft „Inhalte von der Stange“, die zwar technisch optimiert sein mögen, aber keine Seele haben und deine Besucher:innen am Ende auch nicht überzeugen. Auch Suchmaschinen sind mittlerweile ganz gut darin, solche Massen-Automatisierungen zu erkennen und zu ignorieren, da sie keinen echten Mehrwert bieten.
Mein Tipp: Nutze KI und Automatisierung als Werkzeug, aber niemals als Ersatz für dein Gehirn. Ein SEO-Prozess braucht deine strategische Steuerung. Die finale Entscheidung, welcher Inhalt wirklich zu deinem Business passt und deine Wunschkund:innen anspricht, muss immer bei dir liegen. SEO bleibt auch 2026 menschliche Hand- und Denkarbeit.
4. Jagd nach hohe Suchvolumen: In der Nische liegen 2026 die wahren Chancen
Hand aufs Herz: Wenn wir eine Keyword-Recherche machen, schielen wir fast immer automatisch auf die Begriffe mit den dicksten Balken beim Suchvolumen. Begriffe mit einem Volumen von 10 bis 50 werden oft müde belächelt und links liegen gelassen.
Das ist ein teurer Denkfehler. Bei den Keywords mit den hohen Suchvolumina ist die Konkurrenz oft unsagbar stark. Als Selbstständige oder kleines Unternehmen dagegen anzukommen, ist fast unmöglich. Was bringt es dir, auf ein Keyword mit 5.000 Suchanfragen zu optimieren, wenn du am Ende auf Platz 80 bei Google landest? Richtig: gar nichts.
Es ist für dein Business tausendmal wertvoller, bei einem Keyword mit kleinem Suchvolumen auf Platz 1 zu ranken (oder von einer KI als Top-Quelle zitiert zu werden), als bei einem Massen-Keyword auf Platz 80 zu verschwinden.
Mein Tipp: Wer spezifische Nischen-Keywords eingibt, hat meistens schon eine glasklare Kaufabsicht. Wenn von 20 monatlichen Suchenden drei bei dir anfragen, hat sich dein Text schon bezahlt gemacht. Klasse statt Masse gilt auch beim Traffic! Such dir die Begriffe aus, die dein Angebot exakt beschreiben – dort wirst du als Expertin nicht nur gefunden, sondern auch gebucht.
5. KI-generierte Websites in 5 Minuten: Warum „schnell“ oft „teuer bezahlt“ bedeutet
Der Pitch klingt zu schön, um wahr zu sein: „Erstelle deine komplette Website in 5 Minuten – KI-generiert, fix und fertig.“ 2026 gibt es eine Flut an Tools, die genau das versprechen. Doch was dabei herauskommt, ist leider oft das digitale Äquivalent zu einer lieblosen Plattenbausiedlung: super generisch und ohne jede Seele.
Für dich als Expertin ist das ein echtes Problem. Diese KI-Baukästen würfeln Standard-Texte und Stockfotos zusammen, die weder deine Wunschkund:innen emotional abholen noch conversion-optimiert sind. Von strategischem SEO ganz zu schweigen. Die Technik unter der Haube dieser „5-Minuten-Wunder“ ist oft so starr, dass du später kaum Möglichkeiten für echte Optimierungen hast. Und hinzu kommt noch, dass viele Anbieter sich diesen angeblichen Komfort durch extrem teure Abo-Modelle fürstlich bezahlen lassen.
Mein Tipp: Wenn deine Website für dich Kunden gewinnen soll, braucht sie ein strategisches Fundament, das zu deinem Business passt. Investiere deine Zeit und dein Geld lieber in eine Lösung, die dir gehört und die mit deinem Erfolg mitwachsen kann, statt in ein teures KI-Schnellschuss-Tool, das dich in ein generisches Korsett zwängt. Echte Individualität lässt sich nicht auf Knopfdruck generieren.
6. Teure GEO-Tools
Neue KI-SEO-Tools sprießen gerade wie Pilze aus dem Boden und versprechen dir das Blaue vom Himmel. Besonders kritisch sehe ich die neuen, oft extrem teuren „GEO-Tools“, die angeblich speziell für die Optimierung in KI-Suchmaschinen gemacht sind.
Lass dich hier nicht verunsichern: Wie wir oben schon besprochen haben, ist GEO kein völlig neues Universum. Wer dir ein separates, kostspieliges Tool nur für die „KI-Suche“ verkaufen will, nutzt oft nur die aktuelle Unsicherheit am Markt aus. Diese Tools machen dein Marketing nicht besser, sondern nur dein Konto leerer. Für kleine Unternehmen sind die teuren SEO-/GEO-Tools meisten total überdimensioniert.
Mein Tipp: Die Google Search Console (kostenlos!) und ein Tool mit guten Preis-Leistungs-Verhältnis wie z.B. Ubersuggest, KW-Finder oder SE Ranking reichen völlig aus.
7. Auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen 💃
Überall wird uns eingeredet: Wer 2026 (und die nächsten Jahre) sichtbar bleiben will, darf sich nicht mehr nur auf einen Kanal verlassen. Es heißt, man müsse heutzutage eine Brand aufbauen und auf allen Kanälen gleichzeitig präsent sein: SEO, GEO, LinkedIn, Instagram, Podcast, YouTube, TikTok, Threads,… 🤯
Ja, Sichtbarkeit über verschiedene Wege stärkt natürlich deine Marke. Aber wir als Selbstständige und kleine Unternehmen haben keine 10-köpfige Marketing-Abteilung im Rücken. Und überall präsent zu sein ist unglaublich anstrengen und eigentlich gar nicht möglich.
Deshalb: Brand Building darf auch ganz langsam gehen.
Mein Tipp: Konzentrier dich auf dein digitales Zuhause: deine Website. Sie ist dein Fundament, das einzige Stück Land im Internet, das dir wirklich gehört. Such dir dazu einen Kanal aus, der dir Spaß macht und auf dem deine Wunschkund:innen wirklich unterwegs sind. Nutze diesen Kanal als Zubringer für deine Website. Wenn die Basis steht und deine Prozesse greifen, kannst du immer noch anbauen. Deine Kapazitäten sind ein kostbares Gut, geh sparsam damit um.
8. PageSpeed-Perfektionismus: Die Jagd nach jeder Millisekunde
Keine Frage: Die Ladezeit ist wichtig, damit deine Website Besucher:innen nicht gleich genervt wieder abspringen. Eine richtig miserable Performance schadet deinem Ranking und deiner Conversion. Aber ich beobachte immer öfter, wie sich Unternehmer:innen regelrecht darin verbeißen und Stunden (oder teures Geld) investieren, um im PageSpeed-Test noch zwei Hundertstelsekunden rauszuholen oder krampfhaft die 100-Punkte-Marke zu knacken.
Ich frage mich dann immer: Wozu?
Klar, deine Seite muss flüssig laufen und sich „leicht“ in der Bedienung anfühlen. Aber ob die Nadel im Test-Tool jetzt bei 92 oder 100 steht, merkt kein Mensch vor dem Bildschirm. Keiner bucht bei dir, weil deine Website eine Hundertstel schneller lädt als die der Konkurrenz.
Mein Tipp: Verzichte auf den technischen Perfektionswahn. Am Ende sind es die Klarheit deiner Botschaft und die Qualität deiner Inhalte, die eine Buchung auslösen, nicht die PageSpeed. 😉
9. Fixierung auf exakte Keywords statt Fokus auf das große Ganze
Ich stelle immer noch fest, dass SEO oft als rein technische Fleißaufgabe betrachtet wird. Man verbringt Stunden damit, Sätze hölzern hinzubiegen und fixe Keywords krampfhaft 1:1 in jede Überschrift zu quetschen, nur damit ein SEO-Plugin dann grünes Licht gibt und sagt: „Ja, jetzt ist es optimiert.“
Versteh mich nicht falsch: Wir müssen natürlich wissen, wonach unsere Zielgruppe sucht. Eine grundlegende Keyword-Recherche ist und bleibt unabdingbar. Aber im Jahr 2026 sollten wir das eher als eine Art Themen-Recherche verstehen. Suchmaschinen sind mittlerweile so schlau, dass sie Kontexte, Synonyme und Absichten verstehen. Wir müssen Keywords nicht mehr wie Fremdkörper in unsere Texte hämmern.
Mein Tipp: Schreib so, wie du mit deinen Kund:innen sprichst. Viel wichtiger als die exakte Keyword-Formel ist es, die Suchintention deiner Zielgruppe wirklich zu treffen. Beantworte ihre Fragen fundiert und menschlich. Wenn dein Text inhaltlich überzeugt, versteht Google das auch ohne hölzerne Keyword-Konstruktionen. Vertrau deiner Expertise und deinem Sprachgefühl mehr als dem SEO-Plugin.
10. Voice Search Optimierung: Warum du nicht extra für Siri und Alexa schreiben musst
Seit Jahren prophezeien Expert:innen, dass die Sprachsuche das klassische SEO komplett ablösen wird. „Du musst deine Texte dringend auf Sprachassistenten trimmen!“, heißt es dann oft. Die Folge: Viele fangen an, ihre Texte in merkwürdige, künstliche Frage-Antwort-Muster zu pressen, damit Siri oder Alexa die Antwort flüssig vorlesen können.
Ja, Menschen nutzen Voice Search immer mehr, aber meistens für triviale Dinge wie das Wetter, die nächste Pizzeria oder Musikwünsche. Niemand fragt Alexa: „Suche mir eine strategische Beraterin für meinen nächsten Launch.“ Komplexe Dienstleistungen und Experten-Themen werden nach wie vor gelesen und am Bildschirm konsumiert.
Ach ja: Außerdem muss man für Voice Search auch nicht wirklich einen großen Mehraufwand betreiben. Wenn du deine Inhalte bereits so schreibst, dass sie die echten Fragen deiner Kunden beantworten und eine klare Struktur haben (also alles, was im klassischen SEO seit Jahren gilt), bist du automatisch für die Sprachsuche optimiert.
Mein Tipp: Spar dir die Zeit für spezielle Voice-Search Anpassungen und schreib lieber Texte, die deine Wunschkund:innen wirklich überzeugen.
Fazit: Atme tief durch – Marketing darf auch 2026 einfach sein
Gerade ist durch KI wahnsinnig viel Bewegung in der SEO- und Marketingwelt. Da bekommt man leicht das Gefühl, täglich eine neue Strategie lernen und umsetzen zu müssen, um nicht abgehängt zu werden. Aber am Ende ist auch KI nur ein Werkzeug, das dich bei deiner Arbeit unterstützt – mehr nicht.
Nach wie vor gilt das, was sich schon seit vielen Jahren bewährt hat: Wenn du deine Zielgruppe wirklich kennst, deine Expertise teilst und aufrichtiges Marketing machst, dann wirst du auch 2026 und darüber hinaus Bestand haben. Du musst nicht auf jeden Zug aufspringen, der laut hupend an dir vorbeifährt. Oft ist es klüger, stehen zu bleiben und sich auf das Fundament zu konzentrieren, das wirklich trägt.
Wenn du wissen willst, welche Hebel für deine Website 2026 wirklich wichtig sind und wie du sie zu einem deiner wichtigsten Mitarbeiter machst, der verlässlich Kunden gewinnt, dann lass uns quatschen. Wir schauen gemeinsam, wie wir deine Seite strategisch so aufstellen, dass sie für dich arbeitet, statt dir nur Arbeit zu machen.
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